Zwei Hacks, um die Kanzleikultur selbst zu gestalten

Aktualisiert: 21. Mai

Herausforderungen die viele Kanzleien kennen:

  • Probleme Associates zu finden trotz 150.000 EUR Gehalt

  • Zu wenig Frauen, die bleiben

  • Bei Innovation eher schwerfällig wie ein Dinosaurier

Oft hören wir in Gesprächen mit Partner:innen in Kanzleien: „Wir machen doch schon total viel für flexibles Arbeiten, Kinderbetreuung, Legal Tech etc…“


Warum klappt es oft trotzdem nicht so, wie erhofft?

Wenn es kein Strukturproblem ist, dann muss es an der Kultur liegen!


Kanzleien sollten eine Kultur haben, die inspiriert, wo sich alle zu Hause fühlen, die dazu anregt, über sich selbst hinaus zu wachsen und Potentiale zu entfalten.


In der 37. Folge des Zukunft Rechtsmarkt Podcast geht es darum, wie eine Kanzlei ihre Kultur positiv verändern kann.


Hierzu Dr. Nadine Lilienthals These: "Ich glaube, Kanzleien können Kultur nicht ebenso leben wie Unternehmen! Anwält:innen unterliegen als freier Beruf der fachlichen Unabhängigkeit und Eigenverantwortlichkeit. Teams in Kanzleien bilden dementsprechend oft kulturelle Blasen. Dazu passt ein enges Orientieren an den Unternehmenswerten, wie meist im Unternehmen eher weniger. Es braucht ein - wie ich es nenne - „fluides Kulturkonzept“."


In einem fluiden Kulturkonzept gibt es zwar eine Vereinbarung einer gemeinsamen Zielrichtung in der Kanzlei, die Gestaltung der Kultur liegt aber viel stärker bei jedem einzelnen Anwalt:in.


Wie kann ich als Anwalt:in Kultur in meinem Team gestalten?


Dazu zwei mögliche Action Points:

  • Erzählen Sie die Geschichte Ihrer Fehler! Wie kann das aussehen? „Als ich in der Kanzlei angefangen habe, habe ich auch echt viele Typos gemacht. Das hat mich damals richtig gestresst. Ich habe habe dann eine ganze Weile daran gearbeitet, bin die Texte immer wieder konzentriert durchgegangen, habe mir aber auch Hilfe geholt. Ich bin rückblickend echt dankbar, dass ich damals so viel Unterstützung von meiner Chefin / meinem Sekretär /… hatte.“

  • Geben Sie mindestens einmal die Woche ein positives Feedback! Nehmen Sie sich bewusst Zeit, einmal die Woche etwas Positives zur Arbeit oder Ideen von anderen zu sagen. Seien Sie dabei ehrlich. Ein ehrliches Feedback kommt auf einer tiefen Ebene an. Gehen Sie bei Ihrem Feedback von dem Nutzen aus, den die Sache für Sie hatte, zum Beispiel: „Ich fand dein Briefing super gut strukturiert und das hat mir sehr geholfen, mich schnell in das Mandat einzuarbeiten. Vielen Dank!“

Hier geht es zur Podcastfolge: