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Kreativität als Teil der Anwaltspersönlichkeit

Aktualisiert: Apr 14


Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat.

Albert Einstein

Durch Legal Tech und eine Flut an neuen Gesetzen, nicht zuletzt durch Corona, verändert sich die Arbeitswelt von Rechtsanwälten. Immer häufiger ist es notwendig in Bereichen zu beraten, die ein unbeackertes Feld sind.


Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit sind neue Regelwerke wie die DSGVO oder PSD II. Dort finden sich zwischen Gesetzestext und der Umsetzung nicht selten erhebliche Grauzonen. Das gilt umso mehr, wo es noch keine oder wenig (höchstrichterliche) Rechtsprechung gibt. Auch durch technologische Entwicklung sind Rechtsberater und Kanzleien zunehmend gefordert, strategischen Rechtsrat in Fragen zu erteilen, die regulatorisch noch nicht abgedeckt sind.


In einer Rechtswelt die stetig komplexer wird, wird Kreativität zu einer Kernkompetenz. Aber wie werde ich als Rechtsanwalt kreativ?


Die Psychologie unterscheidet zwischen sogenannten indirekten und direkten Variablen. Kreativität ist eine indirekte Variable, das heißt, sie kann nicht direkt erzeugt werden. Was das bedeutet, wird an einem Satz schnell klar: "Ich muss das jetzt machen und kreativ sein!" Dass so etwas nicht funktioniert, weiß jeder der schon mal unter Druck nach der erlösenden Eingebung für ein ungewöhnliches Problem gesucht hat.


Was wir jedoch tun können, ist Rahmenbedingungen schaffen, in denen Kreativität wahrscheinlicher wird.


3 Hacks für mehr Kreativität:

  • Klarer Auftrag: Um eine kreative Lösung zu finden, braucht unser Gehirn einen klaren Auftrag. Das bedeutet, je klarer zB die Fragestellung zu einem neuartigen juristischen Problem formuliert ist, desto leichter kann eine originelle Lösung gefunden werden.

  • Unterbrechung: Wenn sich die Gedanken im Kreis um ein Problem drehen, statt eine neue Richtung einzuschlagen, die zu einem Lösungsansatz führt, kann eine Unterbrechung helfen. Das ist der Grund, warum wir statistisch gute Einfälle häufig im Bad, Bett oder beim Joggen haben. Als Unterbrechung taugt dabei alles, was einen neuen Impuls gibt und die Gedanken für einen Moment davon wegbringt, an dem Problem wie an einem Knochen zu nagen.

  • Perspektivenwechsel: Neue Ideen ergeben sich oft daraus, mit anderen Menschen über die Herausforderung zu sprechen. Hierbei gilt es, sich zu öffnen für Vorschläge, die ein Teil von uns erstmal als abwegig zurückweisen will. Besonders gut funktioniert es mit jemandem zu sprechen, der einen anderen Blickwinkel auf das Problem hat. Das können Kollegen und Freunde sein, die beruflich einen ganz anderen Hintergrund haben oder eine Spezialisierung auf einem anderen juristischen Fachgebiet.


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